Fotogramme, Grafik, Metallskulpturen
Zeichnungen von 1956 bis 1960
Eröffnung:
am Donnerstag, dem 25. September 2025
ab 19.00 Uhr
Begrüßung:
Hans Karl Reuther, Prof. Dr. Kermer ist anwesend
Ausstellungsdauer:
25. Sept. 2025 bis 30. Okt. 2025
Öffnungszeiten:
die Ausstellung kann von
Montag bis Sonntag nach
telefonischer Vereinbarung
unter 0171 177 57 38 besucht werden.
Die galerieampavillon freut sich sehr, einen herausragenden saarländischen Künstler, Kunsthistoriker und Kunstpädagogen präsentieren zu können. Zu sehen sind Werke überwiegend Unikate aus den Jahren 1956 bis 1960, von Wolfgang Kermer, 1935 in Neunkirchen geboren. Wolfgang Kermer verließ das Saarland bereits 1957 und studierte erfolgreich in Stuttgart und Tübingen (siehe Vita). Er lehrte 31 Jahre an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart und war 13 Jahre deren mehrfach gewählter Rektor.
Die Ausstellung zeigt Metallobjekte, Fotogramme, Zeichnungen und Radierungen. Die ersten Metallobjekte entstanden 1956 in der Metallwerkstatt von Peter Raacke und die ersten Fotogramme, alles Unikate, 1957 in der Fotoabteilung von Otto Steinert an der Schule für Kunst und Handwerk in Saarbrücken.
Außerdem präsentieren wir fantastische frühe mono- und polychrome Zeichnungen und Radierungen, die alle dem konstruktiven Informel zu zuordnen sind.
Wolfgang Kermer war Mitglied der „neuen gruppe saar“ und nahm von 1961-1963 an deren Ausstellungen teil. 1961 stellte er in der renommierten Galerie Franck in Frankfurt aus.
Wir sind sehr stolz diese Raritäten von Wolfgang Kermer dem saarländischen Publikum präsentieren zu können und freuen uns auf Ihren Besuch.
Luisa Kuhn und Hans Karl Reuther
Wolfgang Kermer, geb.1935
in Neunkirchen/Saar
Besuch der Volksschule und des Gymnasiums in Neunkirchen/Saar
1954 Erste Einzelausstellung im Lesesaal der Stadtbücherei Neunkirchen mit Rezension in der Saarbrücker Zeitung am 7. Dezember 1954
1956-1957 Studium der Kunsterziehung, bei Peter Raacke und Oskar Holweck, Studium der Kunstgeschichte und Philosophie bei Josef Adolf Schmoll genannt Eisenwerth und Béla von Brandenstein in Saarbrücken
1957-1961 Studium der Kunsterziehung, Malerei und Grafik, Staatliche Akademie der Bildenden Künste, Stuttgart, bei Hannes Neuner und Rudolf Yelin, Studium der Kunstgeschichte, Philosophie, Geographie und Erziehungswissenschaft, Technische Hochschule Stuttgart
1959 Studium an der Ècole du Louvre, Paris, ermöglicht durch ein Stipendium der französischen Regierung
1961 Staatsexamen für Kunsterziehung an Gymnasien, Staatliche Akademie der Bildenden Künste, Stuttgart
seit 1960 Mitglied der „neue gruppe saar“, Teilnahme an deren Ausstellungen der Jahre 1961 bis 1963
1963 Mitglied beim Verband Bildender Künstler und Künstlerinnen Württemberg
1962-1966 Studium der Kunstgeschichte, Vor- und Frühgeschichte und Geographie, Eberhard Karls Universität, Tübingen
1966 Promotion zum Dr. phil., Eberhard Karls Universität, Tübingen
ab 1966 Lehrtätigkeit im Fach Kunstgeschichte, Staatliche Akademie der Bildenden Künste, Stuttgart, ab 1970 Dozent
1972-1997 Professor und Lehrstuhlinhaber für Kunstgeschichte, Staatliche Akademie der Bildenden Künste, Stuttgart
1971-1984 Rektor der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste, Stuttgart, gewählt vom sog. Großen Senat der ABK Stuttgart
1984 am Ende seiner Amtszeit als Rektor, wurde Wolfgang Kermer mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet
2004 ernannte ihn die ABK Stuttgart zum Ehrensenator „in Würdigung seiner Verdienste um die Kunst und die Akademie“
2005 „Schenkung Wolfgang Kermer“, rund 150 Kunstwerke aus seinem Privatbesitz an die Städtische Galerie Neunkirchen
lebt und arbeitet in Kusel und Cendrecourt/F
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„O.T.“ (Informel), 1960, Probedruck
Farbradierung in schwarz, blau und rot
von 3 Platten, Kaltnadel und Aquatinta
auf Papier 58,5 x 45,3 cm
Plattengröße 52 x 39,5 cm
signiert und datiert „60“
„Maskenkopf“, 1956
geschweißte Skulptur aus Kupfer, Eisen und Email
Abmessungen: Höhe ca. 24 cm
größte Breite ca. 14 cm, Tiefe ca. 10 cm
Montiert in einem offenen Objektrahmen 40 x 30 cm
Hergestellt in der Metallwerkstatt von Peter Raacke
an der Schule für Kunst und Handwerk in Saarbücken
„O.T.“ (Farbig-Informell), 1960
Zeichnung, Tempera und Tuschefeder
auf festem Bütten 50 x 65 cm
unten rechts signiert und datiert „60“
Objektrahmen 54 x 70 cm
„O.T.“ (Informel), 1958
Fotografik (Unikat)
Fotogramm auf Silbergelatinepapier
18,2 x 24 cm auf weißem Karton fixiert
unter dem Fotogramm rechts datiert „22.3.58“, links signiert
Gerahmt mit einem PP 50 x 40 cm
PP-Ausschnitt 18 x 23,8 cm
„Hommage A. Tápies“ (Informel), 1961
Eigendruck (Unikat)
Farbradierung in schwarz, blau und beige
von 3 Platten Ätzung, Aquatinta und Kaltnadel
auf Papier 58 x 43,5 cm
Plattengröße 52 x 38 cm, bez.
signiert und datiert „61“
„Landschaft“, 1960
Graphitzeichnung auf Velin S.A.V.
Papier 65 x 50 cm, unten links
signiert und datiert „60“
„O.T.“ (Informel), 1959
Exemplar „1/1“, Farbradierung in braun,
beige, grün, schwarz von mehrere Platten
Kaltnadel und Aquatinta auf Papier
Plattengröße 39,5 x 29,5 cm
unten links nummeriert „1/1“
rechts signiert und datiert „59“
„O. T.“ (Informel), 1960
Probedruck, Ätzung, Aquatinta
und Kaltnadelradierung auf Papier
Plattengröße 39,5 x 51,5 cm
unten links mit „Probedruck“ bez.
und rechts signiert und datiert „60“
„O.T.“ (Informelle Komposition), 1960
SW-Zeichnung, Tempera und Tuschefeder
auf Bütten 65 x 50 cm
unten rechts signiert und datiert „60“
rückseitig original Nachlasstempel
Objektrahmen 80 x 60 cm
„O.T.“ (Informelle Komposition), 1960
Farbzeichnung, Tempera und Tuschefeder
auf Bütten 68 x 54 cm
unten rechts signiert und datiert „60“
Objektrahmen 80 x 60 cm
„O.T.“ (SW-Informell), 1958
Federzeichnung laviert auf Papier 65 x 50 cm
unten lins signiert und datiert „16.8.58“
In Objektrahmen 80 x 60cm
Die Zeichnung war nominiert
für den „Pfalzpreis für Graphik 1958“
und ist in dem Katalog zur Ausstellung abgebildet.
„O.T.“ (Informelle Komposition), 3.3.1958
Zeichnung laviert, Tempera, Lack aufPapier
unter PP gerahmt, PP-Ausschnitt 16,8 x 12 cm
in AAB-Rahmen 30 x 30 cm
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