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am 26. und 27. September 2026 ist es wieder so weit: Die „Tage der bildenden Kunst“ in Saarbrücken stehen vor der Tür. Wir laden Sie herzlich ein, am kommenden Wochenende in der galerieampavillon auf Entdeckungsreise durch die regionale Kunstgeschichte zu gehen.
Freuen Sie sich auf hochkarätige Meisterwerke saarländischer Künstlerinnen und Künstler aus unserem Galeriebestand, darunter Arbeiten von:
• August Clüsserath und Edgar Jene
• Nora Hildebrand-Miersen sowie Hermann und
Franz Juncker
• Volker Lehnert und vielen weiteren
prägenden Stimmen der Region.
Ein besonderes Highlight: In ihrem Wohnatelier zeigt Luisa Kuhn ihre neuesten Modeobjekte und „Zeit-Raum-Plastiken“.
Zudem präsentieren wir Ihnen eine echte Premiere: Die erst kürzlich wiederentdeckte Serie „Gestische Geflechte“ (1958) von Wolfgang Kermer. Diese hochverdichteten, monochromen Arbeiten entstanden direkt nach seinem Wechsel in die Stuttgarter Klasse von Hannes Neuner. Sie wurden noch nie ausgestellt und sind nun erstmals öffentlich zu sehen.
Unsere Öffnungszeiten am Kunstwochenende:
• Samstag, 26. September: 13:00 – 18:00 Uhr
• Sonntag, 27. September: 13:00 – 18:00 Uhr
Lassen Sie uns bei einem Glas Wein und guten Gesprächen im stimmungsvollen Ambiente der galerieampavillon zusammenkommen. Wir freuen uns auf Sie!
Herzliche Grüße
Luisa Kuhn und Hans Karl Reuther
P.S.: Sie haben am Wochenende keine Zeit? Nach telefonischer Vereinbarung (0171 1775738) können Sie die Ausstellung noch bis zum 24. Oktober 2026 bei uns besuchen.
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Wolfgang Kermer, Serie
„Gestische Geflechte“, 1958
Motiv 3, verdünnte Ölfarbe auf
Zeichenpapier 50 x 65 cm
Wolfgang Kermer, Serie
„Gestische Geflechte“, 1958
Motiv 4, verdünnte Ölfarbe auf
Zeichenpapier 50 x 65 cm
Wolfgang Kermer, Serie
„Gestische Geflechte“, 1958
Motiv 6, verdünnte Ölfarbe auf
Zeichenpapier 50 x 65 cm
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AUFBRUCH UND MODERNE
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Saarländische Kunst der 50er und 60er Jahre
Eröffnung:
Donnerstag 9. Juli 2026
um 19.00 Uhr
Begrüßung:
Hans Karl Reuther
Ausstellungsdauer:
9. Juli bis Oktober 2026
Öffnungszeiten:
die Ausstellung kann von
Montag bis Sonntag nach
telefonischer Vereinbarung
unter 0171 177 57 38 besucht werden.
Das Saarland der 1950er und 60er Jahre war ein Ort von außergewöhnlicher kultureller Dynamik. Zwischen dem Ende des Zweiten Weltkriegs, dem autonomen Status und der Eingliederung in die Bundesrepublik entwickelte sich an der Saar eine Kunstszene von europäischem Format.
Diese Ausstellung widmet sich einer Generation von Künstlern, die den Mut zum Experiment besaß und die saarländische Kunst mit der internationalen Moderne verknüpfte. Gezeigt werden Arbeiten einer „Hochzeit der Saarkunst“, in der Abstraktion, Informel und neue fotografische Sichtweisen aufeinander trafen.
Die Künstler der Ausstellung
* Monika von Boch (1915–1993): Eine zentrale Figur der „Subjektiven Fotografie“. Ihre Aufnahmen aus den 50er Jahren erhoben Alltagsstrukturen und Industriemotive zu abstrakten Kunstwerken.
* August Clüsserath (1899–1966): Ein Pionier des abstrakten Weges im Saarland. Seine Werke der 50er Jahre zeigen eine meisterhafte Auseinandersetzung mit Form und Farbe.
* Hans Dahlem (1928–2006): Seine Tuschzeichnungen und Gemälde sind eng mit der Literatur und dem Lebensgefühl jener Jahre verwoben. Er schuf Werke von großer Sensibilität und grafischer Kraft.
* Nora Hildebrand (1919–2014): Mit ihren einfühlsamen Zeichnungen, druckgrafischen Arbeiten und Gemälden setzte sie in einer männlich dominierten Kunstwelt eigene, unverwechselbare Akzente.
* Franz (1899–1980) & Hermann Juncker (1929–2025): Vater und Sohn, die mit ihrer Malerei und Grafik das Bild der saarländischen Kunstszene prägten – von der Naturbeobachtung bis hin zur freien Abstraktion.
* Wolfgang Kermer (1935): Als Exponent der jungen Avantgarde dieser Epoche experimentierte er mit Fotogrammen, Grafik und Metallskulpturen. Seine Arbeiten aus der Zeit zwischen 1956 und 1960 fangen den unbedingten Willen zur neuen Form ein.
* Otto Lackenmacher (1927–1988): Bekannt für seine ausdrucksstarken Porträts und figürlichen Kompositionen, die die menschliche Existenz in der Nachkriegszeit thematisierten.
* Horst Linn (1936–2025): Er konzentrierte sich in seinen frühen Arbeiten auf frei verformte Kupferbleche und Wandreliefs. Seine strengen, konkret-konstruktiven Kompositionen loten das Spannungsfeld zwischen Fläche und plastischem Raum aus.
* Christoph-Josef Steilen (1914–1990): Als Meisterschüler von Karl Kunz und Absolvent der Pariser Grande Chaumière brachte er Einflüsse der französischen Moderne ins Saarland. Seine Malerei besticht durch eine klare Linienführung und eine reduzierte, architektonische Bildsprache.
Erleben Sie eine Zeitreise in eine Ära, in der das Saarland zum Schmelztiegel der künstlerischen Avantgarde wurde.
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Monika von Boch (1915–1993),
„Weißblech-Serie“, 1969
Serigrafie „65/65“ in schwarz
auf leichtem Karton 54,7 x 45 cm
August Clüsserath (1899–1966)
„Lineare Komposition“, 1952
Werknummer „188, Öl auf Leinwand 82 x 105 cm
August Clüsserath (1899–1966)
„O. T.“, 1958, Werknummer „58/186“
Pastellzeichnung auf braunem Papier 48 x 63 cm
Hans Dahlem (1928–2006)
„Blau – Rot“, 1960
Öl auf Leinwand 32 x 42 cm
Hans Dahlem (1928–2006)
„Komposition in Rot“, 1961
Öl auf Karton 44,3 x 32,6 cm
auf weiß gefasster MDF-Platte montiert
Nora Hildebrand (1919–2014)
„Südsee Riten“, 1963
Tempera/Binder auf Hartfaserplatte 50 x 65 cm
Nora Hildebrand (1919–2014)
„Die diebische Elster“, 1968
Tempera/Binder auf Hartfaserplatte 100 x 75 cm
Bild 60 der Ausstellung „saar 69“ im Saarlandmuseum 1969
Franz Juncker (1899–1980)
„Die Große Stadt“, 1965
„Herzsignatur“, Öl auf Hartfaserplatte 60 x 70 cm
Hermann Juncker (1929–2025)
„Rue Bonaparte“, Paris, 1966
Öl auf Leinwand 60 x 73 cm
Hermann Juncker (1929–2025)
„Notre-Dame, Paris“, 1967
Öl auf Leinwand
Wolfgang Kermer (1935)
O. T. („Engel“), 1958
geschweißte Skulptur aus Eisen
Höhe 40cm, Korpus ca. 34 x 26 cm
Standdurchmesser 14 cm
Wolfgang Kermer (1935)
„O. T.“ (Informel), 22.3.1958, Fotografik
Fotogram auf Silbergelatinepapier 18,2 x 24 cm
auf weißem Karton fixiert, PP-Ausschnitt 18 x 23,2 cm
Wolfgang Kermer (1935)
„Hommage A. Tápies“ (Informel), 1961, Eigendruck (Unikat)
Farbradierung in schwarz, blau und beige von 3 Platten
Ätzung, Aquatinta und Kaltnadel auf Papier 58 x 44 cm
Plattengröße 52 x 38 cm
Otto Lackenmacher (1927–1988)
„Weiblicher Schulterakt“, 1958
Linolschnitt von 2 Platten (gelb/schwarz)
auf dünnem bräunlichem Papier 46 x 32,5 cm
Werkverzeichnis Nr. 57-046-XE
Otto Lackenmacher (1927–1988)
„Paar mit Gläser“, 1967
Kaltnadelradierung auf Bütten 53 x 38 cm
Platte 50 x 32,5 cm
Horst Linn (1936–2025)
„Komposition 2“, 1964, Kupferrelief auf Platte 55 x 65 cm
rückseitig bezeichnet, „Komp 2“, „H.L.
aus der Werkgruppe (1961-68) der Kupferreliefs
abgebildet auf S. 45 im Werkverzeichnis
„Horst Linn – Relief 1961 – 2015“, WVZ Nr. 026
Max Mertz (1912–1981)
„Komposition Nr 1“, 1964
Öl auf Rupfen 92 x 73 cm
Max Mertz (1912–1981)
„Animalisch-Figurativ“, 1961
Holzschnitt transparentem Velin 49,5 x 64,5 cm
Christoph-Josef Steilen (1914–1990)
„Komposition mit Stieren“, 1952
Öl auf Hartfaser-platte 70 x 99,5 cm
unten rechts signiert und datiert
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